|
Bundesnetzagentur will neues Kapazitätsmanagements im Gasbereich
11.02.10 So langsam beginn der Wettbewerb auch im Gasbereich und somit
können Gaskunden sich den Anbieter aussuchen. Allerdings ist der Gastransport
zum Enkunden nicht so leicht umzusetzen wie bei einer Stromlieferung.
|
Die Bundesnetzagentur hat nun ein Festlegungsverfahren zur Neugestaltung des
Kapazitätsmanagements im Gasmarkt eingeleitet. Die Buchung und die Nutzung von
Kapazitäten sind Voraussetzungen für den freien Zugang zu den
Gasversorgungsnetzen.
Derzeit kann ein nennenswerter Teil der Nachfrage nach festen
|
|
Transportkapazitäten nicht befriedigt werden. Dies wirkt sich als
Markteintrittsbarriere für neue Wettbewerber aus. Insbesondere an den Grenzen
der Marktgebiete und an den nationalen Grenzen sind buchbare Kapazitäten ein
knappes Gut. Gleichzeitig sind jedoch die Netze häufig technisch nicht
ausgelastet, berichte der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth.
Daher sind die Kerninhalte der geplanten neue Regelungen, die Einführung einer
Kapazitätsbündelung, die Vereinheitlichung von Kapazitätsprodukten und die
Verbesserung des kurzfristigen Angebots von festen Kapazitäten.
Gegenwärtig müssen die Händler noch angeben, durch welche Leitung bzw. an
welchem Punkt ihr Gas beim Eintritt in das bzw. beim Austritt aus dem
Marktgebiet fließen soll. Künftig soll es zu einer möglichst weitgehenden
Zusammenfassung von Ein- und Ausspeisepunkten kommen. Damit gewinnen die
Netzbetreiber mehr Spielräume, um die Netze entsprechend den physikalischen
Gegebenheiten zu steuern. Vor allem erleichtert diese Zusammenfassung den
Händlern, ihr Gas in dem unmittelbar angrenzenden Markt zu verkaufen.
Schließlich beabsichtigt die Bundesnetzagentur, konkrete Vorgaben für die
vertragliche Ausgestaltung der Kapazitätsrechte zu machen. Damit sollen die
Möglichkeiten verbessert werden, ungenutzte Kapazitäten auf Vortagesbasis
kurzfristig auf den Markt zu bringen.
|
|