8.06.07 Der Ausbau der klimafreundlichen Windenergienutzung an Land und
auf See kann nur gelingen, falls sich die rechtlichen und organisatorischen
Bedingungen deutlich verbessern, dies ergab das Forschungsprojekt
"Umweltstrategie zur Windenergienutzung an Land und auf See" im Auftrag des
|
Umweltbundesamtes (UBA).
Trotz weiterhin verfügbarer Potenziale gerät der Ausbau der Windenergie an
Land ins Stocken. Auf See kommt die Windenergienutzung nur schleppend in
Gang. Vor allem das so genannte Repowering, der Ersatz vieler Altanlagen durch
wenige moderne Windräder mit höherer Leistung, kann seine Vorteile, die
|
|
Umweltbelastung der Windenergienutzung insgesamt deutlich zu verringern,
bislang nicht ausspielen. Auf See behindern wirtschaftliche Hemmnisse und ein
komplexes Zulassungsverfahren den Ausbaubeginn.
Derzeit hat die Windenergie einen Anteil von circa fünf Prozent an der
Stromerzeugung. Fachleute gehen davon aus, dass bei gleichzeitiger Steigerung
der Effizienz der Stromerzeugung und -nutzung bis zum Jahr 2020 die
Windenergie einen Anteil von über 14 Prozent, langfristig sogar von über 35
Prozent an der Stromerzeugung erreichen kann.
Um den umweltverträglichen Ausbau der Windenergienutzung weiter zu
beschleunigen, schlägt das UBA vor, die Zahl der oft verstreut stehenden,
alten Anlagen im Zuge des so genannten Repowering zu reduzieren. Mit einer
sorgfältigen Auswahl der neuen Standorte können frühere Fehlentwicklungen
korrigiert werden.
Die Windenergienutzung auf See leidet neben den nach wie vor bestehenden
wirtschaftlichen Hemmnissen auch unter den komplexen
Genehmigungserfordernissen: Für die Genehmigung einer Kabeltrasse sind je nach
Bundesland fünf bis sieben Genehmigungen bei den Ländern und beim Bund
einzuholen. Hinzu kommen die nur begrenzt verfügbaren, möglichen
Kabeltrassen.