13.08.08 Ein neuer Trend ist bei den neuen Live-Shopping Portalen zu
erkennen, welche immer oft nur zeitlich begrenzt ein Produkt besonders günstig
bepreisen. Die Verbraucherzentrale NRW hat bei einer Stichprobe festgestellt,
dass die Verkäufer ihre Preisversprechen fast immer einhalten, wenn auch
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bisweilen mit einigen Macken im System.
Mal gilt ein Sparangebot beim Live-Shopping zwölf (Myby.de), mal 72
(Dealirio.de), in der Regel aber 24 Stunden. Einige Portale habe sich auf
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Technik oder Kleidung, andere auf Schmuck oder Reisen spezialisiert; einige
präsentieren ihre Schnäppchen schnörkellos, andere setzen auf den
Spassfaktor.
Bei insgesamt zehn Live-Shopping-Anbietern wählten die Tester jeweils zwei
Produkte aus. Stets handelte es sich dabei um technisches Gerät wie etwa
Bierzapfanlage oder Computermonitor. Dann bemühten sie gleich sechs
verschiedene Suchmaschinen, die das Internet nach Billigpreisen durchforsten,
um die kurzfristigen Offerten zu knacken.
Fast immer vergebens. Bei 19 von 20 Geräten waren die Live-Shopping-Angebote
nicht zu schlagen. Chancenlos waren selbst die billigsten Verkäufer, die die
Suchmaschinen ausspuckten. Sie verlangten von 3,6 Prozent bei einem
TFT-Monitor bis zu satten 51,7 Prozent bei einem Weltempfänger mehr. Im
Durchschnitt lagen die Billig-Händler so um mehr als ein Fünftel (20,8
Prozent) über der Live-Shopping-Konkurrenz.
Lediglich in einem Fall ermittelte eine der sechs Suchmaschinen einen
eBay-Powerseller als Sieger. Dieser schlug bei einem PC-Gehäuse um 7,20 Euro
oder knapp elf Prozent.
Aber auch Live-Shopping hat seine Haken. Für den gezielten Billigeinkauf
beispielsweise taugen die Seiten nicht. Denn stets ist es eine Ueberraschung,
welches Produkt für wenige Stunden frei geschaltet wird. Da erscheint es wie
ein Lottogewinn, wenn ausgerechnet das bereits vorher ins Visier genommene
Modell einer Digitalkamera dabei wäre.
So manche Offerte entzieht sich zudem dem Preisvergleich. Da wird einfach
etwas beworben, ohne den Hersteller oder den Typ zu benennen. Einen mit
Nummern und Buchstaben gekennzeichneten Markenfernseher fanden die Tester der
Verbraucherzentrale NRW weder in den Preisdatenbanken noch auf den deutschen
Internetseiten des Herstellers.
Obendrein verführen viele Betreiber zum Spontankauf. Sie signalisieren per
Verfügbarkeits-Anzeige einen knappen Lagerbestand. Dabei kann kein Kunde
einschätzen, mit welcher Stückzahl an Notebooks oder Mikrowellen das
Live-Shopping gestartet wird.