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Verbraucherzentrale kritisiert teure 0180er Nummern aus dem Handynetz

  • 28.11.07 Die Expertin von der Verbraucherzentrale Sachsen, Evelin Voß, rät zur Vorsicht bei der Anwahl von 0180er Rufnummern mit dem Handy. Wer zum Beispiel die 0180-1-Nummer der Arbeitsagentur vom seinem Handy aus anruft, weil er meint, die 3,9 Cent pro Minute seien mit seiner Discount-Prepaidkarte,
    etwa von Aldi, kein Problem, der wird sich wundern.

    Für ein Drei-Minuten-Telefonat werden vom Prepaid-Guthaben 2,58 Euro abgebucht und nicht etwa 11,7 Cent. Der Preis von 3,9 Cent pro Minute gilt nur für

    Anrufe aus den Festnetzen. ALDI, Blau und simyo kassieren für Verbindungen zu den 0180er Nummern tagsüber 86 Cent pro Minute. Auch vom Vertragshandy oder vom Prepaidhandy der Netzbetreiber aus sind Verbindungen zu 0180er Nummern deutlich teurer als aus den Festnetzen.

    Ferner werden auch durch Telefon-Flatrates und Minuten-Pakete die Kosten für Anrufe bei 0180er Nummern nicht abgedeckt.

    Als die 0180er Nummern im Jahre 1998 im Zuge der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes als Dienst eingeführt wurden, waren die Verbindungsentgelte für Ferngespräche im Festnetz noch deutlich teurer. Die Teilung dieser Kosten zwischen Anrufer und Angerufenem schuf damals die Möglichkeit zur kostengünstigen Kontaktaufnahme zwischen Kunden und Unternehmen. Doch mittlerweile betragen die Preise für normale Orts- und Ferngespräche nur noch einen Bruchteil dessen, was die Nummern den Anrufer kosten.

    Die Bundesnetzagentur erwägt derzeit Veränderungen der Strukturierung und Ausgestaltung des Rufnummernbereichs 0180, daher gelten die Tarife befristet bis zum 30. Juni 2008.


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