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Studie: Versichererungen erweitern Kundenbindungsmassnahmen

  • 23.02.10 Die Versicherungen investiert seit Jahren in Kundenbindungsmassnahmen und wollen diesen Posten weiter ausbauen. Rund 80 Prozent der Versicherer wollen bis 2011 weiter in Instrumente wie Zufriedenheitsbefragungen und ein modernes Beschwerdemanagement
    investieren. Fast jeder zweite Versicherer sieht beim Messen und Steuern der Kundenzufriedenheit das grösste Optimierungspotenzial im eigenen Betrieb. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Branchenkompass Versicherungen Spezialausgabe" von Steria Mummert Consulting.

    Die Schwächen in der Kundenzufriedenheit spiegeln sich beispielsweise in der ständig wachsenden Zahl der Beschwerden bei den Ombudsmännern wider. Allein der PKV-Ombudsmann verzeichnete in den letzten zwei Jahren einen Anstieg der Eingaben um mehr als 20 Prozent. Im Jahr 2009 sind bei der Schiedsstelle mehr als 5.000 Beschwerden eingegangen.

    Bei den Instrumenten, die bis 2011 die Kundenwünsche besser ermitteln sollen, stehen Zufriedenheitsbefragungen (82 Prozent) und das Beschwerdemanagement (79 Prozent) an erster Stelle. Beide Massnahmen werden von den Versicherern seit 2006 verstärkt forciert. Dabei macht das Beschwerdemanagement bei den Investitionszielen einen Sprung um zehn Prozentpunkte. Auf dem dritten Rang folgen Kundenrückgewinnungsprogramme, die von 71 Prozent der Assekuranzen bis Ende des kommenden Jahres ins Visier genommen werden.

    Immerhin sechs von zehn Versicherern wollen zudem ihre segmentspezifischen Betreuungskonzepte auf- oder ausbauen. Dahinter verbergen sich Konzepte, die sich beispielsweise am Kundenlebenszyklus orientieren. Deutlich weniger Gelder fliessen dagegen in Bonus- und Rabattsysteme.


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