11.08.12 Das deutsche Stromnetz ist den Belastungen mit den erneuerbaren
Energien derzeit nicht gewachsen, da leider bei den Netzbetreibern und
Politikern keine Einsicht herrscht, dass der erzeugte Strom in der Region auch
verbraucht werden soll.
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So soll zum Beispiel Strom aus den Windkrafträdern im hohen Norden in
Deutschland durch das ganze Land bis hin zu den Bayern transportiert werden,
obwohl in den Alpen Regionen durchaus eine eigenständige Stromproduktion durch
Windkraft-, Wasser- und Solarenergie erzeugt werden kann. Die Kosten der neuen
Stromleitungen sollen dabei dann die Stromkunden mit einem Preisansteig von
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mehr als 10 Cent pro Kilowattstunden in den nächsten 10 Jahren
bezahlen. Derzeit zahlt der deutsche Stromkunde im Durchschnitt 25 Ct/kW. Dieses ist für die
deutschen Haushalte, insbesondere bei den sozial Schwachen, gar nicht zu realisieren.
Auch stellt sich dann wieder die Frage, wohin mit dem teuren Leitungsstrom aus
dem Norden am Wochenende. Die Industrie im Süden als Abnehmer fällt am
Wochenende flach. Daher wird dann wohl auch der Strom, der im Süden nun liegt
und auf die Verbraucher wartet, an die Nachbarländer Italien, Österreich,
Schweiz und Frankreich billig verscherbelt.
Für das Leistungsnetz Norddeutschland-Bayern sind mehr als 20 Milliarden Euro
veranschlagt worden. Da solche Projekte leider prinzipiell unter der Aufsicht
von Behörden aus dem Ruder laufen, sind auch Kostenexplosionen auf das
Doppelte zu Erwarten.
Da hilft es nun auch nicht, dass die Bundesnetzagentur Verzögerungen bei dem
Netzausbau festgestellt. Die Bundesnetzagentur ist daher auch nicht an
Lösungen interessiert, die den Verbraucher in Zukunft vor Kostenexplosionen bei den Stromkosten schützen.
Ganz im Gegenteil, die Bundesnetzagentur hält weiterhin an sture
und veraltete Stromleitungsplanungen fest, um ihre Daseinberichtigung zu rechtfertigen.
Bei der Bundesbehörde fragt niemand nach den Ursachen der Verzögerungen,
sondern man will wie in einer Planwirtschaft sein Soll erfüllt wissen. Damit
dient aktuell die Bundesnetzagentur nur als Steigbügelhalter für überforderte Politiker in der aktuellen Regierung, um sich in den Medien zu profilieren.
Bislang sind von den geplanten 1.834 km Stromleitungen nur 214 km realisiert
worden. Von den 24 geplanten Leitungen sind bisher dann auch nur zwei in
Betrieb gegangen. Bei 15 der 24 Vorhaben kommt es zu einem Zeitverzug von voraussichtlich einem bis fünf Jahren.
Prinzipiell sollten daher Stromkunden bei den grossen Energieversorgern, wie EON,
RWE, Vattenfall und EnBW, mit den Füssen gegen die verbraucherfeindliche Strom-Leitungspolitik abstimmen und den Stromanbieter wechseln.