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Intelligenter Klimaschutz mit Smart-Grids
30.12.09 Die Bundesregierung sollte den Auf- und Ausbau intelligenter
Energienetze stärker in den Mittelpunkt der Klimapolitik zu rücken. Das
schlägt der Branchenverband Bitkom zum Start des Wissenschaftsjahres 2010
vor, das sich dem Thema Die Zukunft der Energie" widmet.
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Intelligente Energienetze, so genannte Smart Grids, bilden die Grundlage für
eine umweltfreundliche Energieversorgung. Sie ermöglichen die effiziente
Nutzung regenerativer wie traditioneller Energiequellen , sagte
Bitkom-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Es müsse einen
Paradigmenwechsel auf dem Strommarkt geben. Heute halten wir einen
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Kraftwerks-Park vor, der die maximale Stromnachfrage befriedigen
kann. Ökologisch wie ökonomisch ist es aber sinnvoller, den Verbrauch an das
schwankende Stromangebot anzupassen".
Durch den Einsatz von ITK lässt sich die Energie-Nachfrage ohne
Komforteinbußen steuern. Verbraucher können etwa mithilfe so genannter E-Meter
ihre Waschmaschinen und Geschirrspüler starten, wenn Energie besonders günstig
ist. Zum Beispiel nachts oder wenn Windkraftanlagen besonders viel Strom
produzieren. Durch diese intelligente Nachfrage können Energieversorger vom
heutigen ineffizienten und klimaschädlichen Prinzip der Höchstlast-Vorhaltung
abrücken. Die Leistungsfähigkeit des Energienetzes orientiert sich bisher am
Spitzenverbrauch. Dafür müssen teure Regelkapazitäten vorgehalten werden. Wenn
der Energiebedarf gesteuert wird, können diese Kapazitäten verringert
werden. Zudem können allein bei Privathaushalten durch die Einführung von
zeitabhängigen Tarifen und eine Visualisierung des tatsächlichen
Energieverbrauchs (Smart Metering) nach konservativer Schätzung 9,5
Terawattstunden (TWh) pro Jahr gespart werden. Das ist die Leistung ungefähr
vier mittelgroßer Kohlekraftwerke.
Intelligente Energienetze stellen darüber hinaus die Basis-Infrastruktur für
die Elektromobilität der Zukunft. Der Branchenverband fordert vor diesem
Hintergrund ein Einspeisegesetz für Auto-Strom. Es könnte Anreize für den Kauf
der vergleichsweise teuren Elektro- und Hybridautos setzen. Die
Energiespeicher der Autos können als Ausgleichskomponente dienen. Wenn
Haushalte und Wirtschaft mehr Strom als vorhanden benötigen, können die
Elektroautos ihre nicht benötigte Energie wieder ins Netz einspeisen. Falls
die Stromanbieter zuviel Energie produzieren, können die Autobatterien Strom
aus dem Netz nehmen und speichern. Diese Bereitstellung der Batteriekapazität
sollte den Fahrzeughaltern entsprechend vergütet werden. Die Autofahrer
könnten mit ihren Autos Geld verdienen, sobald sie ans Stromnetz angeschlossen
sind.
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